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Ziele des Vereins

Die Volksschule Thalmässing ist heute bereits eine Vorzeigeschule in Bayern und bundesweit. Es ist gelungen, moderne Lehrmethoden umzusetzen und dadurch den Unterricht attraktiver und effektiver zu gestalten.

Diese Entwicklung wollen wir durch unsere Mitarbeit unterstützen.
Nicht vorrangig mit finanziellen Mitteln, sondern durch Einbringen von Wissen, Kontakten und Kompetenzen aus unserer Region in die tägliche Arbeit unserer Schule.

Eine gut vernetzte Schule ist zum einen für die Eltern und Schüler bei der Berufswahl und als Basis für die weitere Ausbildung von entscheidendem Vorteil. Zum anderen sind der Ruf und die Qualität einer Schule aber auch mitentscheidend für die Attraktivität einer Gemeinde, als ein Entscheidungskriterium für den Zuzug junger Ehepaare, für die Ansiedlung von Industrie.

Zwischenbericht - Januar 2010

Veröffentlicht im Marktblatt der Gemeinde Thalmässing für Januar 2010

Der Förderkreis für die Volksschule Thalmässing e.V. wurde am 03. Juni 2008 gegründet.

Anlass für uns, eine erste Bilanz zu ziehen.

Unser Ziel war von Anfang an, die Grund- und Hauptschule in den Bereichen zu unterstützen, die über die reine Schultätigkeit hinausgehen. Dazu zählen z.B. Fachleute im Unterricht, Kunst- und sonstige unterrichtsbegleitende Projekte, noch stärkere Vernetzung unserer Schule mit der Wirtschaft und, sicher unser Schwerpunkt, Unterstützung bei der Berufsorientierung.

Wir haben den Grundschülern erklärt, was Magnetismus ist, haben mit ihnen Bumerangs gebastelt und unterstützen die Schülerfirma mit Unternehmer Know How.

Wir haben im letzten Schuljahr das Jobbüro gegründet, das regelmäßig einmal die Woche an der Hauptschule geöffnet hat. Die Neuntklässler erhielten aktiv Hilfestellung bei der Formulierung von Bewerbungen, aber auch durch Trainieren von Bewerbungssituationen und durch direkte Beratung und Unterstützung bei der Lehrstellensuche.

Hier haben wir uns ganz besonders bei all denen zu bedanken, die uns mit viel Einsatz geholfen haben.

In diesem Schuljahr erweitern wir unsere Aktivitäten:

Natürlich betreuen wir auch weiter im Jobbüro die neunte Klasse, aber wir werden zusätzlich den Schülern und Eltern der achten Klasse anbieten, sie bei der Suche nach der richtigen Ausbildung und den richtigen Praktika zu unterstützen. Hierfür haben wir uns externes Fachwissen aus dem Umfeld des Arbeitsamtes gesichert, denn für eine derart anspruchsvolle Aufgabe sind nach unserer Überzeugung Fachleute unabdingbar. Die Kosten dieses Engagements finanzieren wir derzeit aus Spenden der örtlichen Geldinstitute und des Gewerbevereins, sowie mit Fördergeldern der Bundesanstalt für Arbeit.

Auch wir wissen nicht, wie die Zukunft unserer Schule aussieht, vor dem Hintergrund der Diskussion um die Mittelschule und der vollkommen indiskutablen Vorstellung des Kultusministeriums, das den Schwarzen Peter den Gemeinden und Hauptschulen zuschiebt.

Aber gerade in dieser Situation wollen wir unsere Schule, die heute bereits eine Vorzeigeschule in Bayern ist, in ihrer Arbeit unterstützen und über die Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinweg vernetzen, und damit auch ein Stück weit die Zukunft sichern.

Wesentlich mehr Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.fk-vs.de und in den dort hinterlegten Protokollen der Mitgliedsversammlungen.

Natürlich sind wir jederzeit offen für jeden Kommentar, jede Anregung und jegliche Kritik, aber auch für Ihre Ideen und Mithilfe - gerne über die Adressen auf unserer Homepage, aber Sie können natürlich auch in der Schule eine Nachricht für uns hinterlassen.

Vorstand des Förderkreises für die Volksschule Thalmässing e.V.

Das hat sich bereits getan:

Ein kurzer Zwischenbericht über unsere Arbeit des letzten halben Jahres.

Wie in der Mitgliederversammlung am 06.10.2008 angekündigt, unterstützen wir seit Herbst letzten Jahres die Hauptschüler bei der Berufswahl und bei Bewerbungen. Wir haben mit den Neuntklässlern begonnen und wollen dieses Angebot nach und nach auf die 8. und 7. Klasse erweitern.

Hier nun eine Chronologie der Entwicklung.

Vorstand und Beirat hat sich nach der Mitgliederversammlung zusammengesetzt, um unser weiteres Vorgehen abzustimmen. In der Folge haben wir uns dann mit der Schulleitung getroffen und unsere Möglichkeiten mit den Wünschen der Schule abgeglichen. Als erstes Ergebnis wurde Ende November ein Blatt an das Mitteilungsblatt angehängt mit der Bitte um Unterstützung bei der Begleitung der Kinder in den Beruf.

Es meldeten sich 5 Personen.

Nach den Weihnachtsferien, am 20.01.2009, fand dann ein Treffen der "Unterstützer" mit Lehrern und Förderkreis in der Hauptschule statt. Frau Moder stellte die aktuelle Situation in der 9-ten Klasse dar. Konkret benötigten 5 Schüler Unterstützung bei ihren Bewerbungen, von denen zwei, die auch in ihrer Berufswahl noch unschlüssig waren, an diesem Abend direkt zwei "Paten" zugeordnet wurden. Diese direkte Betreuung funktioniert ausgezeichnet.

Für die restlichen Schüler, bei denen es in der Hauptsache um Formulierungen in Bewerbungen, Training von Vorstellungsgesprächen, Nachhalten von Terminen u.ä. ging, wurde das JOBBÜRO gegründet, das in der Stammbesetzung Herr Klemm und Herr Rosefeldt in der darauffolgenden Woche die Arbeit aufnahm. Die beiden werden wechselweise durch weitere Personen unterstützt.

Das JOBBÜRO hat bisher 10 Mal stattgefunden, Zeit für eine erste Bilanz:

- Die Resonanz ist außerordentlich positiv. Die Schüler nehmen das Angebot einer festen "Sprechstunde" über Erwarten gut an. Der Bedarf hat die genannten 3 Schüler inzwischen weit überschritten. Es werden Bewerbungen korrigiert, Bewerbungstrainings durchgeführt und versucht, die Kinder von der Wichtigkeit einer korrekten, gut vorbereiteten Bewerbung zu überzeugen - zugegeben mit unterschiedlichem Erfolg ( zuweilen muss auch nur ein Umschlag oder eine Briefmarke organisiert werden, oder eine neue Bewerbungsmappe, weil "die Katze die alte angefressen hat" )

- Auch wir lernen seit Start des Jobbüros ständig dazu. So haben wir eine Kartei angelegt, die einen Informationsaustausch auch bei wechselnder Besetzung des Jobbüros gewährleisten soll und unsere Flexibilität ist jede Woche neu gefordert, bei der Reaktion auf verständliche Wünsche und auch ûngste bis zu "Maßnahmen" bei ständig wiederkehrenden Ausreden. Es wird auf keinen Fall langweilig!

- Wir planen, das Jobbüro zu einer zentralen Schnittstelle aller Ausbildungsaktivitäten an der Schule zu machen. Die Kinder sollen ab dem Eintritt in die Hauptschule begleitet werden bei Praktika, Berufswahl, Bewerbung etc. Unser Ziel ist z.B. das auszuweiten, was heute teilweise schon geschieht, dass Firmen auf die Schule zukommen und nach geeigneten Auszubildenden fragen, weil sie in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht haben.

Hierfür ist allerdings externer Sachverstand nötig, dies ist auf unserer "Amateurebene" nicht mehr zu leisten! Guter Wille ist zwar Voraussetzung für unsere Tätigkeit, kann aber nur bedingt Fachkompetenz ersetzen.

Daher haben wir uns entschlossen mit Frau Anja Assenbaum eine Fachfrau für die Durchführung, Organisation und vor allem Erweiterung des Jobbüros zu engagieren. Das Geld für dieses Engagement werden wir uns zu einem guten Teil aus öffentlichen Fördertöpfen holen, aber auch ganz bewusst Geld, das wir als Spenden für unsere Arbeit erhalten haben, hierfür einsetzen.

- Wir haben uns Mitte März mit zwei Mitgliedern der Initiative "Job-Reif" aus Langwasser - mehrfach ausgezeichnet für ihre Arbeit und gefördert von der Stadt Nürnberg - zu einem Erfahrungsaustausch getroffen. Zum einen konnten wir dabei feststellen, dass unsere bisherigen "Probleme" ganz normal sind, zum anderen wurde aber auch sehr klar, dass unsere Situation nicht vergleichbar mit Langwasser ist. Die Anforderungen bei der Beratung von jemandem, dessen Berufsziel ernsthaft Hartz 4-Empfänger ist, sind doch etwas andere, als die, auf die wir treffen.

Auch die anschließende Teilnahme unserer beiden Gäste am Jobbüro hat diesen Eindruck bestätigt.

Wir sind also in der glücklichen Situation, uns nicht in erster Linie darum bemühen zu müssen, für die Schulabgänger eine Ausbildungsstelle o.ä. zu finden, sondern wir können uns auch darauf konzentrieren, ihnen die verschiedenen Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung zu präsentieren und diese zu diskutieren. Hier wollen wir sicher dem Arbeitsamt keine Konkurrenz machen, aber wir treten durchaus mit dem Anspruch an, es in Einzelfällen sogar besser machen zu können.

Wenn uns die vergangenen Monate Eines gelehrt haben, dann, dass es nötig ist flexibel und so kompetent wie möglich auf die jeweiligen Wünsche und Erwartungen zu reagieren. Daher ist das, was wir heute planen, nicht unbedingt auch genau das, was wir morgen tun, aber die Richtung ist seit Beginn die gleiche - die berufliche Weiterentwicklung der Schüler unserer Volksschule zu unterstützen.

 

Reinwarzhofen, 30.04.2009

Martin Koch

 

P.S. Natürlich haben wir die weiteren Beschlüsse unserer Mitgliederversammlung trotz des Schwerpunktes Jobbüro nicht aus den Augen verloren.

- Der Elternabend zum "Erfahrungsaustausch Erziehung" hat stattgefunden und es gibt professionelle Hilfe für Familien aus den Reihen des Förderkreises, so diese denn gewünscht wird. (Mehr zum Thema "Offene Ohren" finden Sie hier...)

- Wir unterstützen den Unterricht bei Bedarf mit Fachleuten.

- Es haben erste Workshops in der Schule stattgefunden, und es wird sicher weitere geben.

- Das Projekt "vertiefende Berufsorientierung" schieben wir etwas vor uns her, da die Schule nicht alles gleichzeitig aufgreifen kann.